"Die Flügel der Menschen“ von Aktan Arym Kubat

Kirgisistans bekanntester und mit zahllosen internationalen Preisen ausgezeichneter Regisseur Aktan Arym Kubat kehrt nach „Der Dieb des Lichts“ mit einem neuen Film voll märchenhafter Dichte und Direktheit zurück: Die Flügel der Menschen. Mit Bildern, die uns weit in den Himmel und die wilde Landschaft eintauchen lassen, erzählt DER ZENTAUR sehr gefühlvoll von der Distanz, die sich zwischen die Gegenwart und die Zeit der Mythen geschlichen hat.

Die Premiere in Berlin in Anwesenheit des Regisseurs Aktan Arym Kubat findet am 16. Dezember 2017, um 12 Uhr, im Hackesche Höfe Kino statt.

Weitere Premierendaten sind:

  • 13. Dezember, 19 Uhr, Passage, Leipzig
  • 13. Dezember, 20.30 Uhr, Luchs, Halle
  • 14. Dezember, 20.15 Uhr, Abaton, Hamburg
  • 15. Dezember, 19.30 Uhr, Programmkino Ost, Dresden
  • 16. Dezember, 15.00 Uhr, Thalia, Potsdam

Zum Inhalt des Films

Hoch oben in den Bergregionen Kirgisistans geht ein Pferdedieb um. Auf die edelsten Tiere hat er es abgesehen, die den Oligarchen die liebsten Statussymbole sind. Doch dem Pferdedieb geht es nicht um Geld. Er reitet die Tiere in die Freiheit und entlässt sie in die offenen Täler des Alatau-Gebirges – bis sie dort unweigerlich von ihren Besitzern wieder aufgegriffen werden. Zentaur heißt der Pferdedieb, der mit seiner Frau und seinem Sohn in einem kleinen Dorf lebt, in dem es außer dem Gerede der Dorfbewohner nicht mehr viel gibt. Nur sein altes Kino, das heute als Moschee genutzt wird, erinnert noch an die Zeit, als hier Filme aus Russland und Bollywood von einer anderen Welt erzählten. Zentaur sieht mit Sorge, wie sich die Zeiten geändert haben – die Pferde, einst untrennbar mit der Identität und der Freiheit der Kirgisen verwoben, sind heute eine Ware, von menschlicher Profitgier in einen Stall verbannt. Doch die Oligarchen haben Macht und wollen sich nicht länger auf der Nase herumtanzen lassen. Und so wird der Kleinkriminelle Karabay beauftragt, den Dieb zu fangen und auszuliefern.

Den Link zum Trailer finden Sie auf Youtube: Die Flügel des Menschen 

Wissen multiplizieren: Logotherapie

Und weiter geht es! Im Rahmen unseres Programms Wissen multiplizieren setzen wir unsere Arbeit zur Ausbildung von Multiplikatoren fort. Diesmal geht es um Logotherapie.

Am 27. November begann das erste Modul des Trainings zur aktiven Entwicklung der Sprachfähigkeiten von Kindern mit besonderen Bedürfnissen mit einem Fokus auf die Entwicklung von Kommunikation und die Grundfunktionen Atmen, Kauen, Saugen, Schlucken.

An diesem Logotherapie-Training nehmen 20 Spezialisten teil. Das sind Logopäden, Ärzte und Uplift-Mütter aus verschiedenen Institutionen der Republik Kirgistan.

Das Training wird aus 4 Modulen bestehen und über 2 Jahre stattfinden.

Wir danken unseren Experten Carolina König und Ricardo Müller für ihren Beitrag!

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Physiotherapie-Trainings

Im Oktober 2017 wurde das vierte und damit letzte Modul des Physiotherapie-Trainings Zur aktiven Entwicklung körperlicher Fähigkeiten für Kinder mit besonderen Bedürfnissen mit Aspekten der Bobath-Therapie erfolgreich abgeschlossen. Die Ausbildung fand über zwei Jahre in Kooperation mit dem Ausbildungszentrum des Nationalen Zentrums für Mutter- und Kinderschutz statt, dem zentralen Krankenhaus, in dem Kinder aus ganz Kirgistan untersucht und behandelt werden. Das Physiotherapie-Training kombinierte sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Übungen.

Die Fortbildungsmaßnahmen absolvierten 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen staatlichen Institutionen Kirgistans: Dies sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von staatlichen medizinischen Einrichtungen und Rehabilitationseinrichtungen, die mit Kindern mit Behinderungen arbeiten, sowie Uplift-Mütter aus drei staatlichen Kinderheimen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehen mit dem neuen Wissen zurück in ihre Einrichtungen. Wir sind uns sicher, dass sie ein Beispiel und Quelle dieses neuerworbenen Wissens für ihre Kollegen sowie für die Eltern von behinderten Kindern sein werden. So werden nach und nach neue Methoden und Ansätze in der gesamten Republik verbreitet.

Wir setzen die Weiterbildung von Multiplikatoren fort, nicht nur im Bereich der Physiotherapie. Ende November starten wir eine weitere Fortbildung im Bereich der Logotherapie.

Von ganzem Herzen danken wir unseren Expertinnen Karla Schriel-Pohlman und Heike Dam-Lewandrowski für die außergewöhnliche Initiative und ihren unschätzbar wertvollen Beitrag!

Feedback von Aigul, Uplift-Mutter im Kinderheim und Teilnehmerin des Physiotherapie-Trainings:

Für mich persönlich ist dieses Seminar wie ein Lottogewinn. Dank des Trainingskurses ist die Angst vor der Behandlung von Zerebralparesen bei mir verschwunden, und ich bin begeistert, dass es durch die „Bobath-Therapie“, ich würde es „Spieltherapie“ nennen, möglich ist, die Kinder „aufzuwecken“ und ihnen Bewegung zu ermöglichen.

Prof. Dr. Jarg-Erich Hausamen

Prof. Jarg-Erich Hausamen über die Arbeit von Uplift-Aufwind e.V.

Herzlichen Glückwunsch zu 10 Jahren erfolgreicher und segensreicher Tätigkeit in Kirgistan! Im Rahmen unseres Kirgistan-Projektes zum Aufbau eines medizinischen Behandlungszentrums für Kinder mit Gesichtsfehlbildungen bin ich schon früh in Kontakt mit Uplift-Aufwind gekommen und habe ihre Entwicklung und ihre rasch erweiterten Aktivitäten aus eigenem Erleben verfolgen können.

Anfänglich bestand der Kontakt hauptsächlich darin, dass uns von den Mitarbeiterinnen von Uplift-Aufwind bei unseren Einsätzen am Kinderhospital in Bischkek Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten aus verschiedenen Waisenhäusern vorgestellt und für die Operationen perfekt vorbereitet wurden. Daraus ergab sich eine intensive vertrauensvolle Zusammenarbeit und erlaubte mir einen tieferen Einblick in den Geist, die Ziele und die Arbeitsweise von Uplift-Aufwind.

„Meine Hochachtung für den Einsatz der Uplift-Mütter!“

Ich habe zunächst bewundernd die intensiven Bemühungen der Damen von Uplift-Aufwind verfolgt, den behinderten Kindern die trostlose Situation in den Heimen durch persönliche Zuwendung zu verbessern und für sie eine familiäre Atmosphäre zu schaffen. Dadurch konnte bei vielen Kindern die soziale Entwicklung verbessert und eine günstigere Voraussetzung für eine Adoption geschaffen werden. Meine Hochachtung gilt den „Uplift-Müttern“ für ihren persönlichen Einsatz und ihre liebevolle Zuwendung zu „ihren“ Kindern.

„Die Arbeit von Uplift erspart Kindern ein trostloses Leben im Heim“

Weiter hat mich bei Uplift-Aufwind fasziniert, dass ein weiteres zentrales Anliegen realisiert werden konnte, die in Kirgistan nicht selten praktizierte Abschiebung von behinderten Kindern in Waisenhäuser zu reduzieren und den Kindern damit ein trostloses Leben als „Sozialwaisen“ in schlecht ausgestatteten und betreuten Heimen zu ersparen.

„Arbeit von Uplift weithin bekannt und akzeptiert“

So sah ich nicht nur ein sehr erfolgreiches „Mutter-Programm“ in den Heimen, sondern später auch nach Ausweitung der Aktivitäten auf externe Aufgaben mit dem „Präventionsprogramm“, dass durch die praktische Unterstützung der betroffenen Familien von Uplift viele behinderte Kinder bei ihren Familien bleiben und in einer familiären Zuwendung aufwachsen konnten. Inzwischen ist die Arbeit von Uplift in Bischkek, aber auch im Lande, bekannt und akzeptiert.

„Uplift ist schon auf der Entbindungsstation ein wichtiger Anprechpartner“

Entsprechend sind heute die Mitarbeiterinnen schon sehr früh auf den Entbindungsstationen Ansprechpartner von Müttern von behinderten Kindern und können sie beraten und ggf. die Familien unterstützen. So werden uns immer häufiger über Uplift-Aufwind Neugeborene mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder werdende Mütter, bei denen im Ultraschall Fehlbildungen der ungeborenen Kinder festgestellt wurden, vorgestellt, sodass wir die Familien frühzeitig über die Behandlung aufklären und ihnen die Sorge um eine gestörte Entwicklung ihres Kindes nehmen können.

Uplift-Arbeit zieht immer weitere Kreise

Inzwischen sehe ich in Uplift-Aufwind weit mehr als ein auf Waisenhäuser konzentriertes Projekt. Uplift gibt medizinische Hilfe für behinderte Kinder, stellt Selbsthilfegruppen zusammen, sorgt für eine Selbstversorgung von armen Familien und organisiert ambulante Behandlungen. Inzwischen ist die Arbeit von Uplift nicht mehr aus Kirgistan wegzudenken, im Gegenteil, es gibt eine intensive Zusammenarbeit mit den zuständigen staatlichen Stellen. Durch den vorbildlichen lebensnahen Umgang mit bedürftigen Kindern und ihren Familien wirkt Uplift-Aufwind als Katalysator für ein Umdenken, sodass zunehmend auch dieser Zielgruppe eine bessere Zuwendung und soziale Entwicklung zu Teil wird. Ich wünsche Uplift-Aufwind nach den ersten 10 Jahren weiterhin eine sehr erfolgreiche und segensreiche Tätigkeit in Kirgistan, und dass dieses beispielhaftes Projekt auch in anderen armen Ländern Eingang findet. Weiter wünsche ich Uplift-Aufwind viele Unterstützer.

  • Prof. Dr. Dr. Jarg-Erich Hausamen
  • Emeritierter Professor der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie Hannover
  • Zusammenarbeit mit Uplift seit 2007
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